Was kostet ein gebrauchtes Elektroauto?

gebrauchtes Elektroauto

Viele Menschen können sich ein neues Elektroauto nicht leisten und schauen sich aus diesem Grund nach einem gebrauchten E-Auto um. Diese sind oft deutlich günstiger und Sorgen um die Batterie muss sich kaum einer machen. So ist es möglich auch ein echtes Schnäppchen zu machen. Meist finden Sie diese allerdings bei Händlern und noch eher selten auf dem Privatmarkt. Möchten Sie Ihr gebrauchtes E-Auto verkaufen, bietet sich beispielsweise der Autoankauf Bonn an. Schauen Sie sich auf dem Markt einmal um werden Sie schnell feststellen, dass besonders günstig die Modelle von Smart, Nissan und Renault sind. 

Ein kleiner Überblick

Mit einer Laufleistung von circa 80.000 km und zu einem Preis von 8.000 Euro erhalten Sie bereits einen gebrauchten Renault Kangoo. Ab 13.000 Euro bekommen Sie den Kangoo mit weniger Laufleistung. Für 10.000 Euro bekommen Sie einen vier Jahre alten Renault Zoe, wobei die Batteriemiete noch hinzukommt. Neu kostet der Zoe übrigens 21.000 Euro und der Kangoo liegt bei über 18.000 Euro. Den Nissan Leaf erhalten Sie in gutem Zustand für etwa 13.000 Euro. Der Neupreis liegt hier allerdings bei über 30.000 Euro. Entscheiden Sie sich für eine Mietbatterie, sinkt der Preis noch einmal.

 

Noch teurer wird dann der Golf, der gebraucht bei etwa 20.000 Euro liegt. Inklusive Akku zahlen Sie für den BMW i3 aus dem Jahr 2014 dann etwa 21.000 Euro. Auch wenn dies immer noch recht günstig ist, ist dies vielen Käufern immer noch zu viel, weshalb sie auf ein E-Auto komplett verzichten. Teurer geht natürlich immer. Der Tesla S als Gebrauchtwagen liegt bei etwa 40.000 Euro. Eigentlich ist nur der Smart ein Schnäppchen. Ein vier Jahre altes Modell kostet nur 7.500 Euro. Allerdings kommt hier die monatliche Miete für die Batterie noch hinzu. Allerdings werden hier durch einige Risiken gemindert, die Sie beim Kauf eines Gebrauchten treffen könnten. 

Die Batterie

Meist sind die gebrauchten Elektroautos auf dem Markt nicht älter als fünf oder sechs Jahre. Im Schnitt haben diese dann eine Kilometerleistung von 50.000 auf dem Tacho. Normalerweise ist das bei E-Autos kein Problem, da diese wesentlich weniger bewegliche Teile haben als ein vergleichbarer Benziner. Der Verschleiß hält sich so also in Grenzen. Gewisse Risiken bringt allerdings die Batterie mit sich. Sie müssen sich zwar nicht vor einem Totalausfall fürchten, da die Akkus kaum störanfällig und robust sind. Die Hersteller geben sogar an, dass die verbauten Akkus mindestens so lange halten, wie auch das Auto selbst. 

Lassen Sie den Akku prüfen

Je öfter Akkus geladen werden, desto schneller altern diese. Das führt dann dazu, dass die Reichweite leidet. Sie können aber davon ausgehen, dass auch Akkus mit einem Alter von 10 Jahren noch etwa über dreiviertel ihrer Leistung verfügen. Dies können Sie zwar zum Teil wieder durch eine Glättung der Zellspannung ausgleichen, verursacht aber wieder zusätzliche Kosten. Sollten Sie vor dem Kauf nicht sicher sein, was der Akku wirklich noch leistet, können Sie diesen in einer Fachwerkstatt überprüfen lassen. Diese kann die Batterie dann auslesen und Sie erhalten die korrekten Daten.

Kein Risiko mit einer Mietbatterie

Entscheiden Sie sich hingegen für einen Gebrauchten mit einer Mietbatterie, geht zumindest dieses Risiko komplett verloren. Sie zahlen zwar zwischen 60 und 140 Euro an Miete je nach Hersteller, dieser tauscht Ihnen die Batterie dafür dann aber bei einem Defekt kostenlos um. 

Neue Elektro-Autos

Im Schnitt kosten neue Elektroautos 40 Prozent mehr als die vergleichbaren Benziner und Diesel. Das ist zwar zu den Anfängen deutlich billiger geworden, trotzdem immer noch recht teuer. Prognosen sagen allerdings voraus, dass im Jahr 2020 die E-Autos nur noch 16 Prozent teurer sein werden. Werden diese zum Massenfahrzeug, werden die Preise noch weiter sinken. Denn auch hier bestimmt die Nachfrage den Preis. Wer viel fährt, der wird diese 16 Prozent wieder schnell reinholen. Benziner liegen bei den Verbrauchskosten rund 2,4 Mal höher als ein E-Auto. Und das bei jedem Kilometer den Sie fahren. 

Die Vorteile der E-Autos

Da Elektromotoren deutlich einfacher gebaut sind, sind diese auch nicht so wartungsintensiv und können eine längere Lebensdauer vorweisen. Schaltgetriebe, Zündkerzen, Auspuff oder Zahnriemen entfallen hier komplett. Somit kann auch weniger kaputt gehen. Das Fahrwerk und die Stoßdämpfer nutzen aber ähnlich schnell ab. Auch die Elektromotoren sind wesentlich einfacher konzipiert. Dadurch haben auch diese eine längere Lebensdauer, was auch für das Getriebe gilt. Der einzige eventuelle Schwachpunkt sind eben die Akkus.

Batterie defekt – was nun?

Haben Sie eine Mietbatterie, kann Ihnen nichts passieren. Im Falle eines Defektes erhalten Sie vom Hersteller einen kostenlosen Ersatz. Meist vergeben die Hersteller eine Garantie von 100.000 km. Geht die Batterie außerhalb der Garantiezeit kaputt und Sie müssten diese ersetzen, könnten Sie für den gleichen Preis schon fast wieder ein neues Auto kaufen. Beim iOn würde die Batterie satte 24.000 Euro kosten. Einzelne Module können bei Peugeot oder Citroen noch nicht getauscht werden. Zwar arbeiten die Hersteller bereits daran, eine Lösung gibt es aber noch nicht. Anders sieht das bei BMW oder VW aus. Der Tausch eines Moduls kostet zum Beispiel beim Leaf 339 Euro. 

Fazit: Gebrauchte E-Autos lohnen sich

Wenn Ihnen ein neues Elektroauto noch zu teuer ist, dann sollten Sie sich nach einem gebrauchten Stromer umsehen. Große Risiken gehen Sie nicht ein, wenn Sie die Batterie vorher testen lassen. Mit einer Mietbatterie sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Somit können Sie demnächst über steigende Benzinpreise nur lächeln und sich auf eine hohe Ersparnis pro Kilometer freuen.