Das Cabrio: Fahrspaß ohne Dach

Sommerauto

Für Autoliebhaber gilt: Sommerzeit ist Cabriozeit. Denken auch Sie über die Anschaffung eines Cabrios nach, gibt es einiges zu wissen und zu beachten. Was definiert ein Cabrio in erster Linie und was für einen Lebensstil verkörpert es? Der Spaßfaktor offene Karosserie ist gleichzeitig ein Risikofaktor. Mit gewissen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ist jedoch auch Ihnen die Fahrsicherheit garantiert. 

Die offene Karosserie

Der Fahrzeugtyp Cabrio ist durch die offene Karosserieform definiert. Aufgrund des offenen, zurückklappbaren Dachs werden Cabrios grundsätzlich in den Frühlings- und Sommermonaten gefahren. Die Fahrt wird intensiver erlebt und die Natur besser wahrgenommen, weshalb eine Cabriofahrt besonders auf Panoramastrecken ein tolles Erlebnis ist. Durch die saisonbedingte Nutzung können große Kosten gespart werden. In der kalten Jahreszeit sparen Sie sich Versicherungskosten, die Kfz-Steuer und auch die Spritkosten entfallen. Für die saisonale Nutzung benötigen Sie ein Saisonkennzeichen, was jedoch den Nachteil hat, dass Sie im Winter einen Stellplatz für Ihr Cabrio benötigen und gegebenenfalls für diesen zahlen müssen. Auf den Straßen gelten Cabrios oft als Statussymbol und verleihen dem Fahrer Prestige. Häufig werden Cabrios in einer Coupé-Ausführung gebaut. Solch ein Zweisitzer mit offenem Verdeck wirkt meist elegant und sportlich. Jedoch gibt es auch normale Vier- und Fünftürer mit offenem Verdeck. Der in der Regel teure Ankaufspreis wird meist durch den ebenso hohen Wiederverkaufswert wettgemacht. Bei einigen Modellen und Sammlerstücken steigt der Wert mit der Zeit sogar an. Nach 15 bis 20 Jahren gelten einige Fahrzeuge als Youngtimer, was sich besonders im Falle eines Cabriolets vorteilhaft auf den Wert auswirkt. 

 

So sind Sie sicher unterwegs

Bei einer Fahrt mit offenem Verdeck sind die Insassen zwangsläufig weniger gut geschützt, als in einem Wagen mit geschlossener Karosserie. Zwar wird die Bodengruppe bei Cabrios verstärkt gebaut, um dem Fahrzeug genügend Festigkeit und Statik zu verleihen, jedoch ist die Dachkonstruktion nach wie vor weniger stabil. Trotzdem wird viel Geld in die Stützung der Karosserie investiert, um die instabile Dachkonstruktion zu kompensieren. Daher sollten Sie beim Ankauf eines Cabrios darauf achten, dass bestimmte Extras vorhanden sind und der Wagen beim Crash-Test durch den ADAC gut abgeschnitten hat. Besonders bei einem Überschlag wird die Karosserie stark belastet, weshalb Schleudersituationen die größte Herausforderung für Sicherheitsingenieure darstellen. Selbst wenn das Fahrzeug geschlossen ist und über ein Stahldach verfügt, weist die Karosserie als Ganzes nicht mehr Steifigkeit auf. Um einem Cabrio die größtmögliche Stabilität zu verleihen, werden die B und C-Säule verstärkt und der Innenraum aus unterschiedlich harten Stahlsorten konstruiert. Die A-Säule reicht meist bis zu den Türschwellern, damit der Rahmen der Windschutzscheibe stabilisiert wird. Dieser verzieht sich bei einem Unfall besonders schnell, wodurch der Überlebensraum der Insassen eingeschränkt wird. Nicht nur im vorderen Bereich, auch an den Türen des Wagens sind Airbags vorhanden, um die Passagiere von allen Seiten bestmöglich zu schützen. Des Weiteren sind die Sitze deutlich tiefer als bei anderen Fahrzeugen, damit der Kopf nicht aus dem Wagen herausragt. So soll mehr Sicherheit bei einem Überschlag gewährt werden. Des Weiteren soll ein Elektronisches Stabilitätsprogramm, ein sogenanntes ESC, Schleudersituationen verhindern. Diese Erweiterung zum ABS beugt mit automatischem Abbremsen dem Ausbrechen einzelner Räder vor. Wer sich ein Cabrio zulegt, sollte sich über die Schwachstelle Verdeck bewusst sein. Entscheiden Sie sich vorzugsweise für ein Modell mit besonders guter Bewertung, um mit einem sicheren Gefühl durch den Sommer zu kommen.