Wie gehe ich beim Gebrauchtwagenverkauf vor?

Gebrauchtfahrzeug

Beim Gebrauchtwagenverkauf haben Sie viele Möglichkeiten. Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie Ihr Fahrzeug an eine Privatperson oder an einen Händler verkaufen möchten. Überlassen Sie nichts dem Zufall und informieren Sie sich gut über all Ihre Möglichkeiten. In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen Tipps zum optimalen Vorgehen beim Gebrauchtwagenverkauf.

Muss ich mein Auto vor dem Verkauf abmelden?

Eine Frage die häufig gestellt wird und auf die es keine eindeutige Antwort gibt: Muss ich mein Gebrauchtfahrzeug vor dem Verkauf bei der Kfz-Zulassungsstelle abmelden? Der Verkauf eines angemeldeten, aber auch eines abgemeldeten Autos ist grundsätzlich möglich. Ein Verkauf verlangt nicht zwangsläufig von Ihnen, dass Sie Ihr Auto selbst abmelden. Für beide Optionen gibt es Vor- und Nachteile. Sollten Sie Ihren Wagen angemeldet weiterverkaufen, müssen Sie viel Vertrauen in den Käufer haben. Sie haben einen großen Nachteil, wenn dieser den Wagen nicht rechtzeitig ummeldet. Dann sind Sie für Ihre Versicherung und Kfz-Zulassungsstelle immer noch der rechtmäßige Halter und Ansprechpartner, wenn es um versicherungstechnische Angelegenheiten geht. Solange das Fahrzeug auf Ihren Namen angemeldet ist, zahlen Sie an Ihre Versicherung. Das bedeutet, dass Sie im Falle eines Verkehrsunfalls die Kontaktperson sind und eventuell die Kosten für den Unfallschaden übernehmen müssen. Möglicherweise werden Sie bei Ihrer Versicherung hochgestuft und auch Strafzettel und Bußgeldbescheide werden an Sie geschickt. Wenn in solch einem Fall der Käufer nicht kontaktiert werden kann, bleiben Sie schlimmstenfalls auf allen anfallenden Kosten sitzen. Zudem kann die Neuanschaffung eines Autos erschwert werden, da die Versicherung lediglich eine Überbrückungszeit von zwei Wochen akzeptiert, in der Ihr verkauftes und neues Fahrzeug unter Ihrem Namen angemeldet sind. Um dies zu verhindern, können Sie eine Frist von einer Woche für den Käufer setzen, in der er sich ummelden muss. Zudem sollten Sie direkt nach dem Verkauf die Versicherung informieren. Notieren Sie das genaue Datum des Verkaufs und lassen Sie sich dieses vom Neubesitzer bestätigen. Das mindert das eigene Risiko in Angelegenheiten miteinbezogen zu werden, die unter die Verantwortung des Neubesitzers fallen. Aufgrund dieser Risiken kann die Abmeldung des Fahrzeuges vor dem Verkauf sinnvoll sein. Diese kostet üblicherweise 5,60 Euro. Bei der Kfz-Zulassungsstelle müssen Sie den Fahrzeugbrief und -schein und die Autokennzeichen vorlegen. Der Fahrzeugschein wird konfisziert, die Autoschilder können Sie falls gewollt als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Steuerpflicht endet mit der Abmeldung, was lohnenswert für den Verkäufer sein kann. Jedoch kann es problematisch werden, dass das Fahrzeug nach der Abmeldung nicht mehr auf öffentlichem Grund stehen darf. Sie dürfen Ihr Fahrzeug weder parken noch bewegen und im Allgemeinen nicht mehr selbst nutzen. Daher müssen Sie einen Abstellort für das Fahrzeug organisieren. Außerdem kann eine Probefahrt kompliziert werden. Um Ihr Auto für diese zuzulassen, müssen Sie sich ein Kurzzeitkennzeichen für circa 50 Euro besorgen, welches fünf Tage lang gültig ist. Nur dann darf das Fahrzeug probegefahren werden. Im Vergleich zu einem angemeldeten Wagen sind Sie durch eine Abmeldung vor dem Verkauf auf der sicheren Seite. Es bestehen keine Risiken für Sie, da die Versicherung und Zulassungsstelle über die Abmeldung und den Neubesitzer informiert sind.  

Ihre Verkaufswege

Gewöhnlich denken viele beim Gebrauchtwagenverkauf an einen Händler. Dies kann eine gute und besonders unkomplizierte Möglichkeit sein, seinen alten Wagen zu verkaufen. Bevor Sie sich für einen Verkaufsweg entscheiden, kann es hilfreich sein einen Gebrauchtwagenhändler aufzusuchen, um den Restwert des Fahrzeuges berechnen zu lassen. Das hilft Ihnen dabei, den Verkaufspreis für den Wagen festzulegen. Danach können Sie Ihren Gebrauchtwagen immer noch an eine Privatperson verkaufen. Da Sie nun den korrekten Restwert kennen, wissen Sie wo die Mindestgrenze bei Verhandlungen liegt und wann Sie über den Tisch gezogen werden. Wir raten Ihnen, den Verkaufspreis immer über dem eigentlichen Wert anzusetzen, da die meisten Interessenten den Preis runterhandeln werden. Neben der eher traditionellen Möglichkeit eine Anzeige in der lokalen Zeitung aufzugeben, können Sie ganz einfach auf Online-Portalen ein Inserat erstellen. Somit erhöhen Sie die Reichweite für potentielle Abnehmer und können eigenständig Kontakt zu verschiedenen Interessenten aufnehmen. Ein Online-Inserat ist in der Regel kostenlos. Durch das Anhängen von Bildern des Wagens können mögliche Käufer einen guten ersten Eindruck von dem Auto bekommen. Somit grenzt sich die Zahl der Interessenten ein. Bevor Sie sich für einen Verkaufsweg entscheiden, können Sie die verschiedenen Optionen die Sie haben auch erst testen und sich nachträglich für einen Abnehmer entscheiden.