Unfallwagen - Lohnt sich eine Reparatur?

Unfallwagen reparieren Bonn

Nur ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit und schon wurden Sie in einen Autounfall verwickelt. Nun werden Sie sich fragen, wie es mit Ihrem verunfallten Kfz weitergehen soll. Lohnt sich bei der Größe des Schadens überhaupt eine Reparatur? Ist ein Verkauf rentabel? Oder bleibt nur noch der Weg zum Autoverwerter? Hier finden Sie die Antwort auf diese Fragen.

Reparaturkosten und Verkaufsmöglichkeiten

Je nach Schadenshöhe kann es kostenschonender sein, sich von seinem kaputten Fahrzeug zu trennen. Wenn die Reparaturkosten den Restwert des Autos übersteigen oder sich mit diesem decken, ist es logisch, das eigene Auto zu verkaufen. In erster Linie ist es wichtig, den Restwert des Unfallfahrzeuges professionell ermitteln zu lassen und sich verschiedene Restwertschätzungen einzuholen, um den weiteren Verlauf bestimmen zu können. Hierbei stellt sich heraus, ob eine Reparatur überhaupt noch wirtschaftlich ist. Oft werden die Reparaturkosten unterschätzt. Ein scheinbar nur kleiner Schaden am Heck kann sich beispielsweise schnell als größerer Rahmenschaden erweisen. Gegebenenfalls kann man sich den Besuch bei einer Werkstatt sparen, was zeitlichen und finanziellen Aufwand einspart. Besonders bei älteren Fahrzeugen, die durch die jahrelange Nutzung an Wert verloren haben, erübrigt sich die Frage nach einer Reparatur schnell. 

Handelt es sich um einen fremdverschuldeten Schaden, bei dem die Versicherung eintritt, wird in der Regel eine Reparatur vorgezogen. Dabei würde eine Neuanschaffung deutlich mehr kosten. 

 

Wenn die Reparatur eines Unfallfahrzeuges keinen Sinn macht, gibt es die Möglichkeit den Wagen an einen Gebrauchtwagen- oder Schrotthändler zu verkaufen. Diese können das Auto für einen Weiterverkauf aufwerten und mit funktionstüchtigen Teilen ausstatten. Das kann die Qualität des Autos steigern und den finalen Verkaufspreis erhöhen. Dabei springt für den Verkäufer meist noch eine annehmbare Summe heraus.

 

Wenn selbst der Gebrauchtwagenhändler einem nur einen geringen Betrag für den Unfallwagen auszahlen kann, bietet es sich an, den Wagen bei einer Autoverwertung abzugeben. Diese kann noch einen letzten Nutzen aus dem Wagen ziehen und funktionsfähige Teile weiterverkaufen.

Die 130 % - Regelung

Die 130 % - Regelung ist eine Sonderregelung in der Schadensabwicklung und erweckt selbst bei einem Totalschaden noch Hoffnung. Hängt der Besitzer des Unfallwagens sehr an diesem und möchte ihn trotz Totalschaden reparieren lassen, greift die 130 % - Regelung.  Von einem Totalschaden spricht die Versicherung dann, wenn die Reparaturkosten höher als die Differenz vom Wiederbeschaffungs- und Restwert des Wagens sind. Die Regelung greift, wenn die Schadenssumme nicht höher als 30 % des Wiederbeschaffungswertes ist. Für den Einsatz dieser Regelung wird vorausgesetzt, dass das Unfallfahrzeug von einem zertifizierten Kfz-Sachverständigengutachten repariert und vom Besitzer mindestens 6 Monate nach der Reparatur weitergefahren wird. 

Was muss ich beachten?

Beim Verkauf eines Unfallautos muss einiges beachtet werden. Zum einen sollte die Abholung des Fahrzeuges nicht mit Kosten für den Verkäufer verbunden sein und auch nicht vom Verkaufspreis abgezogen werden. Zudem sollte der Verkauf vertraglich festgehalten werden. Auch bei der Autoverwertung sollte man sich vorsichtshalber einen Verwertungsnachweis ausstellen lassen, falls die KFZ-Zulassungsstelle diesen einfordert. Wenn alles reibungslos abläuft und gut dokumentiert wurde, steht dem Verkauf eines Unfallwagens nichts mehr im Wege.